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Pressespiegel

Aus Darmstädter Echo (vom 23.10.08):

„Das Beste, was wir hier im Landkreis haben“
Wahl: Roßdorfs SPD-Bürgermeisterin Sprößler tritt wieder an – CDU/Grüne suchen noch

ROSSDORF. Ein halbes Jahr vor der Bürgermeisterwahl in Roßdorf – voraussichtlich am 26. April – hat sich die SPD einstimmig für eine erneute Kandidatur von Amtsinhaberin Christel Sprößler (40) ausgesprochen. Bei einer Nominierungsversammlung in der Rehberghalle votierten alle 31 Stimmberechtigten für Sprößler, darunter auch der in Roßdorf lebende Landrat Alfred Jakoubek.

„Die Christel ist das Beste, was wir hier im Kreis haben“, sagte Kreis-Sozialdezernent und Parteifreund Klaus-Peter Schellhaas in einem Grußwort. Er selbst tritt am 26. April als Landratskandidat an. Acht Tage zuvor, am 18. April, ist eine große Wahlkampfparty mit Sprößler und Schellhaas in der Rehberghalle geplant.

In Roßdorf haben seit dem Zweiten Weltkrieg ausschließlich SPD-Bürgermeister regiert. Sprößler hatte vor sechs Jahren Manfred Pfeiffer abgelöst und sich im ersten Wahlgang mit gut 53 Prozent gegen die Mitbewerber Georg Dintelmann (CDU) und Robert Ahrnt (Grüne) durchgesetzt.

Die Zufriedenheit mit Sprößler ist parteiintern ausgesprochen groß. Die junge Bürgermeisterin hat über Roßdorf hinaus gute Kritiken. Die Opposition tut sich daher schwer, einen Gegenkandidaten aufzubauen.

Am dichtesten sind aktuell die Grünen dran. Sie wollten am gestrigen Mittwochabend über einen Mitbewerber diskutieren. Robert Ahrnt sei zum Beispiel wieder gefragt worden und „hat noch nicht Nein gesagt“, teilte seine Parteifreundin Jutta Quaiser auf ECHO-Nachfrage mit. Ein Ergebnis in der Nominierungsfrage lag am frühen Abend noch nicht vor. Zu den Denkmodellen gehört bei den Grünen auch, diesmal gar nicht anzutreten. Beim letzten Mal noch hatte sich Ahrnt mit dem CDU-Kontrahenten Dintelmann ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz geliefert.

Dintelmann tritt nicht wieder an, „soviel steht fest“, sagt er. Die Union habe gleichwohl heiße Eisen im Feuer. „Unsere Findungskommission hat mit zwei, drei Leuten Kontakt.“ Die Union will sich aber Zeit lassen und erst im Januar Farbe bekennen. Anders als die FDP, die schon jetzt sagt: „Wir nominieren niemanden.“

Sprößler empfindet es als zweitrangig, ob sie einen Gegenkandidaten hat. „Ich definiere mich über mein eigenes Profil“, sagt sie und kündigt einen engagierten Wahlkampf an, für den sie einige tausend Euro auch aus eigener Tasche investiert. „Für mich ist das Amt des Bürgermeisters kein Beruf, es ist eine Berufung“.

Ihre Erfolgsbilanz könne sich sehen lassen, denkt sie und verweist auf solide Finanzen. Roßdorf habe 4,9 Millionen Euro in der Rücklage, und wir müssen keinen Cent Schuldzinsen zahlen, weil wir nur zinslose Darlehen haben.“ Sprößler hat „keine Befürchtungen, dass auf unsere Bürger in nächster Zeit große Ausgabenerhöhungen zukommen“.

Besonders wirbt die Bürgermeisterin mit ihrer Umwelt- und vor allem Familienpolitik. Sie ist „sehr stolz, dass wir die Krippenplätze auf knapp 60 ausgeweitet haben“. In eigener Sache ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowieso großes Thema, „es war die häufigste Frage, die mir im vergangenen Jahr gestellt wurde“. Sprößler hat eine anderthalbjährige Tochter, und noch immer geht das Gerücht um, die Bürgermeisterin sei daher nur halbtags im Rathaus. „Bis Charlotte sechs Monate war, habe ich teils von zu Hause gearbeitet“, betont Sprößler. „Aber seit Januar bin ich wieder voll da. Meine Familie hilft sehr und inzwischen geht Charlotte auch in eine Krabbelgruppe“.

Michael Fritz
23.10.2008

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